KI-gestützte Erstellung von E-Learnings mit Mindsmith
- Samuel Heer
- 4. Aug.
- 2 Min. Lesezeit
An vielen Bildungsinstitutionen werden digitale Selbstlernangebote kontinuierlich ausgebaut, um Studierende im Fernstudium und Blended-Learning-Settings zu unterstützen. Die Entwicklung qualitativ hochwertiger E-Learnings ist jedoch zeit- und ressourcenintensiv.
Deshalb wird das KI-gestützte Autorentool Mindsmith eingesetzt, um Dozierende und Autoren bei der Erstellung interaktiver Lernmodule zu unterstützen. Ziel ist es, die Produktionszeit zu reduzieren, die Qualität der Lernmaterialien zu erhöhen und innovative didaktische Formate einfacher zugänglich zu machen.
Beispiel einer mit Mindsmith erstellten Lernumgebung
Voraussetzungen
Lizenzierung von Mindsmith AI (mind. Professional-Lizenz)
Eckdaten
Fachgebiet | Fachübergreifend; Einsatz in Aus- und Weiterbildung |
Lehrformat | asynchron online, Blended Learning, Fernstudium |
Zeitrahmen | Diverse |
Zielgruppe | Dozierende |
Gruppengrösse | Beliebig skalierbar |
Assessment | Formative Wissensüberprüfung durch integrierte Quizfragen, Lernkarten und Reflexionsfragen innerhalb der E-Learnings. Summatives Assessment ist nicht Teil dieses Use-Cases |
Mögliche Tools |
diesem Use-Case aber nicht im Fokus) |
KI-Kompetenzrahmen
Dieser Use Case zahlt in die folgenden Dimensionen des St.Galler KI-Kompetenzrahmens ein:

Ablauf
Dozierende oder Autoren stellen bestehende Lehrmaterialien (z. B. Skripte, Präsentationen, Videos, Texte) als Grundlage zur Verfügung. Mittels Mindsmith werden daraus KI-gestützt strukturierte E-Learnings generiert. Die KI erstellt Lernmodule mit Texten, Zusammenfassungen, Wissensfragen, Lernkarten, Szenarien und weiteren interaktiven Elementen.
Anschliessend erfolgt eine fachliche und didaktische Qualitätsprüfung durch die verantwortlichen Dozierenden. Die fertigen Lernmodule werden als Dynamic-SCORM-Dateien in die Lernplattform integriert und können im Selbststudium von Blended-Learning- Kursen oder in reinen Fernstudiengängen eingesetzt werden.
Vorteile
Deutliche Reduktion des Entwicklungsaufwands
Förderung innovativer didaktischer Formate
Niederschwelliger Zugang für Dozierende zur Entwicklung digitaler Lernressourcen
Möglichkeit zur kontinuierlichen Aktualisierung von Lerninhalten
Nachteile
Fachliche Prüfung der KI-generierten Inhalte bleibt zwingend notwendig (Human in the Loop)
Qualität der Ergebnisse hängt von den Ausgangsmaterialien und Prompts ab
Datenschutz- und Urheberrechtsfragen müssen berücksichtigt werden
Weitere Aspekte
Der Use Case zeigt, wie KI nicht nur Lernende unterstützt, sondern ebenfalls die Inhaltserstellung verändert. Die Rolle der Lehrperson verschiebt sich teilweise von der manuellen Inhaltserstellung hin zur Kuratierung, Qualitätssicherung und didaktischen Gestaltung. Dadurch können Ressourcen stärker auf pädagogische Fragestellungen und individuelle Betreuung fokussiert werden.



